Pitufina

Ich liebe das Lesen und ich schreibe auch ganz gerne darüber. Fühlt Euch frei und schaut Euch bei mir um.

Tödliche Versuchung - Janet Evanovich
""...Und dann meinte Großmutter noch, du solltest mit ihm rausgehen, wenn du nach Hause kommst, weil, er hätte zwei Packungen Backpflaumen verschlungen, die sie gerade gekauft hätte.«
Ich sah hinunter zu Bob. Seine Nase lief und sein Bauch sah aus, als hätte er einen Medizinball verschluckt.
»Meine Güte, Bob«, sagte ich, »irgendwie siehst du krank aus.«
Bob rülpste und ließ einen sausen.
»Vielleicht besser, wenn ich mal mit dir rausgehe.«
Bob fing an zu japsen, Sabber tropfte aus seinem Maul, und in seinem Bauch rumorte es. Er streckte die Schnauze vor und ging in die Hocke.
»Nein!«, rief ich. »Nicht hier drin!« Ich schnappte mir die Leine und meine Umhängetasche und zog den Hund aus der Wohnung nach draußen ins Treppenhaus. Wir warteten erst gar nicht auf den Aufzug. Wir nahmen die Treppe und liefen durch die Eingangshalle. Wir schafften es bis nach draußen, und ich wollte gerade den Parkplatz überqueren, als direkt vor uns mit quietschenden Reifen der Lincoln zum Stehen kam. Mitchell sprang aus dem Wagen, warf mich zu Boden und packte sich Bob.
Als ich wieder auf die Beine gekommen war, hatte sich der Lincoln schon in Bewegung gesetzt. Ich schrie und lief hinter ihm her, aber der Wagen hatte den Parkplatz bereits verlassen und war in die St. James Street eingebogen. Plötzlich jedoch bremste er ab. Die Türen flogen auf, und Mitchell und Habib taumelten hervor.
»Himmel!«, rief Mitchell. »Nicht zu fassen! Dieser Scheißköter!« Habib hielt sich die Hand vor den Mund. »Mir ist schlecht. So was ist mir ja nicht mal in Pakistan untergekommen!«
Bob hüpfte aus dem Auto auf die Straße und lief schwanzwedelnd auf mich zu. Sein Bauch sah wieder ganz normal und schlank aus, und er sabberte und japste auch nicht mehr. »Na, geht’s dir wieder besser, mein Freund?«, sagte ich und kraulte ihn hinter den Ohren, so wie er es am liebsten hatte. »Lieber Hund! Brav, Bob!«"

abgebrochen....

Der Morgen der Trunkenheit - Fattaneh Haj Seyed Javadi

Heute habe ich mich entschieden, dieses Buch nicht mehr weiter zu lesen. Schon ewig knabbere ich dran herum, aber ich fange lieber reihenweise andere Bücher an, als hiermit weiter zu machen.

 

Eigentlich schade, die Geschichte finde ich interessant, eine junge Frau aus reichem Haus in Persien soll verheiratet werden, hat sich aber in den Kopf gesetzt, den Mann, den sie liebt, einen armen Tischlergehilfen, zu heiraten und setzt das auch gegen die Familie durch. Das Leben danach verläuft anders, als sie es erwartet hatte. Ich bin noch in der Phase, in der sie vom Verliebtsein erzählt und erste Kontakte zu dem Objekt ihrer Begierde aufgenommen hat. Die Sprache ist schön, aber alles ist mir viel zu langatmig geschildert und die Art zu Leben ist mir als moderner Frau so fern, daß ich immer wieder mit dem Kopf schütteln muß und mich ärgere, damit ist jetzt Schluß.

Was ich im November gelesen habe

Traumprinzen und Wetterfrösche (A Stephanie Plum Between the Numbers/Holiday Novel, #4) - Janet Evanovich, Ulrike Lazlo "Krieg ich schulfrei, wenn du stirbst?": Geschichten von einem chaotischen Grundschüler und seinem Rabenvater - Jess Jochimsen Fyre  - Angie Sage, Reiner Pfleiderer Kuss Hawaii (Stephanie Plum, #18) - Janet Evanovich, Thomas Stegers Das Hochzeitsversprechen - Sophie Kinsella Die Köchin und der Kardinal: Roman - Christa S. Lotz Der Sünde Sold - Inge Löhnig

Im November habe ich eine Serie zu Ende gebracht, die von Septimus Heap und eine andere begonnen, die von Kommissar Dühnfort. Die Reihe um Septimus Heap und seine Freunde hat mir gut gefallen, wieder ein Zauberlehrling, der langsam erwachsen wird. Mit Kommissar Dühnfort habe ich nach langer Zeit mal wieder einen Krimi in die Hand genommen und was soll ich sagen: Teil zwei ist ebenfalls schon gelesen und der dritte Teil angefangen: Spannend und gut. Zu Stephanie Plum gibt es kaum was zu sagen: Was ihr wiederfährt ist einfach witzig. Ich lese diese Bücher gerne, aber zu viel davon hintereinander geht auch nicht, denn es wird einiges wiederholt. Mit „Die Köchin und der Kardinal“ habe ich auch endlich mal wieder ein historisches Buch gelesen, es hat mir gut gefallen und spielt zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Ich kann mir nur nicht vorstellen, daß eine Köchin zu dieser Zeit eine eigene Zofe bekommen hat und auch ansonsten eher lebte, wie eine reiche Dame, denn wie eine Bedienstete. Aber was soll´s, das Buch war unterhaltsam und interessant, was will ich mehr?

Ein schönes Buch, aber...

Die Traumsucherin - Anjali Banerjee

Aus dem Klappentext: "Eine unvergessliche Geschichte über Liebe, Verlust und einen zauberhaften Neubeginn

Ein Jahr ist seit dem Tod ihres Ehemanns Josh bereits vergangen, doch Lilys Schmerz ist immer noch so groß wie am ersten Tag. Auf der Suche nach einem Neuanfang kehrt sie ihrem Zuhause in Seattle den Rücken und gelangt durch Zufall auf die malerische kleine Insel Fairport. Die Bewohner wirken glücklich, und als Lily gleich am ersten Abend eine anhängliche weiße Katze zuläuft, beschließt sie, sich auf Fairport niederzulassen und ihren Traum von einer eigenen Boutique zu erfüllen. Doch wird sie hier Ruhe finden vor den Geistern der Vergangenheit und ihr Herz endlich wieder öffnen für das Leben – und die Liebe?"

 

Lily kommt auf eine Insel und verliebt sich sofort in ein kleines Häuschen, an dem sie zufällig vorbei fährt. Sie ist seit einem Jahr Witwe und auf der Suche nach einem neuen Zuhause, nach einer neuen Aufgabe und nach einem neuen Sinn für ihr Leben. Die Geschichte ist abwechselnd aus der Perspektive von Lily und der Katze Kitty geschrieben, die dem Buch einen mystischen Touch gibt. Ich habe das Buch ruck-zuck durch gehabt, es lässt sich leicht lesen und hat nur 223 Seiten, aber (da ist es, das ABER) um der gesamten Geschichte Tiefe zu geben, ist es schlichtweg zu kurz. Vieles wird nur kurz angerissen und angedeutet, wodurch manches meiner Meinung nach nicht schlüssig erscheint. Der Weg, den Lily geht und der sie eine neue Liebe finden läßt, ist mir zu wenig beschrieben, dafür berichtet die Katze immer wieder von Geistern, die sie sieht, die aber in der Handlung nur eine kleine Rolle spielen und meiner Meinung nach hätten weg bleiben können. So wurden einige Seiten übertrieben mystisch gefüllt, die mit den Gefühlen und Gedanken von Lily besser beschrieben worden wären. Dennoch 3,5 Sterne, weil ich mich gut unterhalten fühlte.

Kleine Sünden erhalten die Liebe  - Janet Evanovich Flieg, Grappa, Flieg! - Gabriella Wollenhaupt Grappa sieht rosa - Gabriella Wollenhaupt Kein Grappa für Commissario Luciani: Roman (Commissario Luciani ermittelt, Band 4) - Claudio Paglieri, Christian Försch Das verschwundene Mädchen: Roman (German Edition) - Martha Grimes, Cornelia C. Walter Erdbeermond - Marian Keyes Glücksfall - Marian Keyes Septimus Heap - Queste - Angie Sage Septimus Heap - Syren - Angie Sage Sieben Jahre in Tibet: Mein Leben am Hofe des Dalai Lama - Heinrich Harrer

Was ich im September gelesen habe

außerdem:

Carly Phillips, Küss mich später und

Gehört:

Ken Follet, Die Kinder von Eden

Heinrich Harrer, 7 Jahre in Tibet

 

Das war eine ganze Menge, aber einige Bücher sind auch recht kurz gewesen, kaum angefangen, schon vorbei, so wie bei den Grappas. Mein absolutes Highlight war diesen Monat ein Hörbuch: „7 Jahre in Tibet“! Ein wunderbarer Lebensbericht, der einfach Freude macht. Lebendig erzählt und ein unheimlich interessanter Stoff. Da will man sich gleich in das Flugzeug setzen und es selbst erleben, nur schade daß es dieses Tibet nicht mehr gibt.

 

Flop des Monats Carly Phillips mit „Küss mich später“ Wenn ich ein Erotik Buch lesen möchte, suche ich mir ein Erotik Buch aus und nicht einen Pseudo-Krimi-Liebesroman. Einfach flach das Ganze!

 

Wie wohltuend sind dagegen die Bücher von Marian Keyes, in den beiden ging es wieder um die Walsh Familie. Gute Unterhaltung, durchaus mit Tiefgang, schlichtweg lesenswert.

Hörenswert

Millionär - Tommy Jaud

Dieses Hörbuch ist es wert, gehört zu werden, ich finde die Story witzig, aber das, was Christoph Maria Herbst beim Lesen draus macht, ist schlichtweg klasse und verdient die volle Punktzahl. Hut ab, Herr Herbst! So machen Hörbücher richtig Spaß.

"Wenn die erste Frau, die Gott je schuf,
stark genug war,
ganz allein die Welt auf den Kopf zu stellen,
sollten doch alle Frauen zusammen es fertigbringen,
sie wieder auf die Beine zu stellen,"
Der Garten der verlorenen Seelen: Roman - Nadifa Mohamed

"Ain´t I a Woman?" Sojourner Truth

Entweder oder

Einen schönen guten Tag Ihr Lieben!

Ich wurde freundlicherweise von Hasenmädchen getaggt (vielen Dank dafür) und darf auch meine Meinung sagen. Übrigens eine sehr schöne Aktion das Ganze!

na, dann will ich mal: 

 

Schmales Buch oder fetter Wälzer?

 

Fetter Wälzer, keine Frage! Ich lese sehr schnell und wenn ich ein dünnes Buch lese, ist es so schnell wieder vorbei, das macht keinen Spaß. Bei dicken Büchern kann man lange in die Geschichte eintauchen, das mag ich sehr!

 

Gebraucht oder Neu?

 

Da habe ich keine Präferenzen. Inzwischen lese ich nur noch E-Books, aber als ich noch keinen E-Reader hatte, habe ich fleißig Bücher mit Freunden, Kollegen und meiner Familie getauscht, aber ebenso Bücher im Laden neu gekauft. Mir geht es um´s Lesen und um die Geschichte, nicht um den Besitz der Hülle dazu.

 

Historisch oder Fantasy?

 

Vor einem Jahr hätte ich gesagt: Historisch, aber aktuell und von ganzem Herzen: Fantasy. Wunderbar, was sich da für Welten entdecken lassen! Historische Bücher habe ich schon sehr viel gelesen, aber irgendwie sind sie immer ein bisschen gleich, wobei das nicht abwertend klingen soll. Bei Fantasy gibt es für mich viele Überraschungen, das find ich toll.

 

Hardcover oder Taschenbuch?

Aus Kostengründen Taschenbücher, aber im Regal sehen Hardcover viel schöner aus. Da ich „echte“ Bücher aber aus Platzgründen nicht mehr sammle, sondern weiter gebe, ist es mir letztlich egal und ich lasse den Preis entscheiden. Wenn ich ein Buch unbedingt haben wollte und es gab noch kein Taschenbuch, habe ich immer die Hardcoverausgabe gekauft. Jetzt kaufe ich E-Books und da bin ich eine große Sammlerin.

 

Lustig oder Traurig?

 

Lustig, ganz klar. Traurige Bücher bringen mich zum Weinen und da ich oft auf Dienstreisen bin und unterwegs viel lese, ist mir das peinlich J

 

Sommer- oder Winterleser?

 

Ich lese das ganze Jahr über sehr viel. Im Winter auf der Couch, im Sommer auf der Gartenliege, da mache ich kaum Unterschiede. Aber ich bin eindeutig ein Abend-Leser, wenn ich nicht grad Urlaub habe.

 

Klassiker oder Mainstream?

 

Mainstream, ohne Frage, aber ab und zu mal ein Klassiker ist gar nicht schlecht. Aber es gibt sooooo viele gute Bücher, wer soll die nur alle Lesen? 

 

Ratgeber oder Romane?

 

Romane, ganz klar. Zwischendurch lese ich auch Ratgeber, aber in der Regel hat das einen konkreten Anlass.

 

Krimi oder Psycho-Thriller?

 

Krimi! Mit Psycho-Thrillern kann ich nicht gut umgehen. Wenn die wirklich gut sind, ziehen sie mich so sehr in den Bann, daß ich Angst kriege, auch noch nach Buchende. Also lese ich die lieber nicht.

 

E-Book oder Printausgabe?

 

E-Book! Gäbe es das nicht, müsste es erfunden werden. Wie wunderbar, daß ich auf jede Reise nur dieses kleine Gerät mitnehmen muss, selbst wenn das Buch, welches ich lese, schon fast zu Ende ist. Ich gehe nicht mehr ohne E-Book aus dem Haus! Und die Bücher füllen nicht mehr Regal über Regal, die haben alle auf dem Rechner Platz und ich kann jederzeit eines hervorholen und lesen. Ich liebe es!

 

Sammeln oder Ausmisten?

 

Ausmisten, seit ich auf E-Books umgestiegen bin, gebe ich meine Bücher in neue, gute Hände!

 

Internet oder stationäre Buchhandlung?

E-Books im Internet, aber ich liebe es, durch eine Buchhandlung zu stöbern, die Bücher in die Hand zu nehmen und mich inspirieren zu lassen. Im Internet habe ich sowas nicht. Papierbücher kaufe ich nur in der Buchhandlung.

 

Backlist oder Novitäten?

 

Novitäten müssen es nur sein, wenn es um Serien geht, die ich unbedingt lesen will, ansonsten Backlist. Mein SUB ist so groß, den kann ich kaum abarbeiten…

 

Bestseller oder Ladenhüter?

 

Gibt´s da nichts dazwischen? Ich lese auch immer wieder Bestseller, aber mir ist nicht wichtig, daß der Spiegel das Buch auf seiner Liste führt, mir ist wichtig, dass es mich anspricht. Bücher auf dem Grabbeltisch habe ich schon oft gekauft und gelesen, das sind dann wohl die Ladenhüter?!

 

Kochbuch oder Backbuch?

 

Schwierig. Ich mache beides sehr gerne und diese Bücher gehören nicht zu denen, die ich verschenke. Muß ich mich entscheiden sage ich Backbuch, weil ich so gerne Kuchen futtere!

 

Wow, geschafft!

 

Ich tagge:

 

....ok, irgendwie kriege ich das mit den Links nicht so richtig hin :-(

 

eine Familiengeschichte

Die fernen Stunden - Kate Morton

Inhalt bei Amazon: Als Laurel nach langer Zeit anlässlich des neunzigsten Geburtstags ihrer Mutter Dorothy in ihr Elternhaus zurückkehrt, holen sie schon bald verdrängte Erinnerungen ein. Der Gedanke an den geheimnisvollen Fremden, der fünfzig Jahre zuvor Unheil über ihre Familie brachte, lässt sie nicht mehr los. Sie ist entschlossen, endlich das Rätsel um die Vergangenheit ihrer Mutter zu lösen. Ein Foto aus dem Jahr 1941 scheint der Schlüssel zu sein: Es zeigt Dorothy in London, Arm in Arm mit einer Frau namens Vivien. Warum zerbrach die Freundschaft der beiden Frauen? Und wer ist Jimmy, den Dorothy wohl sehr liebte und doch vor der Familie verbarg? Auf der Suche nach Antworten muss Laurel erfahren, dass sie sich immer in ihrer Mutter getäuscht hat …

Laurel´s Mutter liegt im Sterben und ist vielfach nicht mehr ansprechbar, daher muß Laurel sich Stück für Stück zusammen reimen, welches Geheimnis ihre Mutter verbirgt. Kate Morton wechselt dabei immer wieder die Perspektive und die Zeit. Wir Leser erfahren genau, was geschah, mal aus der Sicht von Dorothy, mal aus der von Vivien und auch, wie Jimmy die Dinge erlebte und fühlte. Das ist spannend beschrieben und hat mich von Anfang an gefesselt. Dazwischen wird von Laurels Recherchen in Internet und Bibliotheken berichtet, und wie sie sich Stück für Stück an das heran arbeitet, was wir als Leser schon wissen. Immer wieder kommt an der einen oder anderen Stelle eine weitere Information hinzu, die den Spannungsbogen aufbaut. Das Ende wartet mit einer Überraschung auf, die sich erst sehr spät angedeutet hat. Mir hat das Buch rundum gefallen, es ist eine wunderbare Geschichte um Liebe, Freundschaft und Verrat, die spannend und mit wunderschönen Worten beschrieben wurde.

gelesen im Januar

Die Analphabetin, die rechnen konnte - Jonas Jonasson, Wibke Kuhn Im Zweifel für den Angetrauten: Roman - Christina Hopkinson Grau: Ein Eddie-Russett-Roman - Jasper Fforde Unzertrennlich: Roman - Dora Heldt

Nun, für meine Verhältnisse war das recht wenig. Ich hatte Urlaub und habe mich mal mit ganz anderen Dingen beschäftigt als mit Lesen, selbst abends habe ich kaum ein Buch in die Hand genommen. Alles in allem ist es aber nach dem Urlaub wieder besser geworden, da haben auch einige Dienstreisen geholfen, unterwegs lese ich viel und abends im Hotel erst recht.

"Die Analphabetin, die rechnen konnte" hat mir gut gefallen, man muß sich nur vor Augen halten, daß es ein fiktiver Roman ist, dann wird man wunderbar unterhalten. Jonas Jonasson hat witzige Ideen.

Mein absolutes Highlight war "Grau" von Jasper Fforde, siehe auch meine Rezi dazu. Unterhaltsam, zum Nachdenken anregend und innovativ. Einfach gut. Aktuell lese ich noch "Ruhig Blut" von Terry Pratchett, damit habe ich im Januar angefangen, aber da ich bei Monatswechsel unter 50% war, zähle ich das schon mit zum Februar.

Überrascht hat mich „Im Zweifel für den Angetrauten“, zu Anfang hätte ich das Buch am liebsten im hohen Bogen entsorgt, weil ich mich über die pedantische Protagonistin so aufgeregt habe, aber da das Buch in Rückblenden immer wieder die frühere Mary zeigte, war ich irgendwann ganz im Bann und wollte wissen, wie es weiter geht. Am Ende mochte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. 10 Tage habe ich gebraucht, für ein nicht mal 300 Seiten starkes Buch, die ersten 90 Seiten waren dabei die härtesten!

Zu Dora Held´s "Unzertrennlich" muß man nicht viel sagen.  Ein kurzweiliger Roman über Frauenfreundschaften rund um Christine und ihre Clique, die man schon aus "Ausgeliebt" kennt. 

eine neue Welt

Grau: Ein Eddie-Russett-Roman - Jasper Fforde

Der Klappentext bei Amazon: "Es läuft gut für Eddie Russett: Seine Rotsicht ist exzellent, er wird mit etwas Glück auf der Farbskala nach oben heiraten, und sein Leben plätschert angenehm ereignislos dahin - bis zu dem Tag, an dem er sich unrettbar und wider jede Vernunft verliebt. Denn Jane ist nicht nur geheimnisvoll und wunderbar stupsnasig, sie ist auch komplett farbenblind und gehört damit der gesellschaftlichen Unterschicht an: eine Graue! Jane hebt Eddies geordnete Welt aus den Angeln: Plötzlich hat er einflussreiche Feinde, wird mit unbequemen Wahrheiten konfrontiert, und zu allem Überfluss versucht seine Angebetete auch noch immer wieder, ihn umzubringen. Denn Jane hütet ein hochexplosives Geheimnis, und Eddie weiß bereits zu viel ..."

Jasper Fforde erschafft hier, wie einst bei Thursday Next, wieder eine ganz eigene Welt: Hier dreht sich alles um die Chromatologie. Die Menschen werden nach Ihrer Farbsicht bewertet, niemand kann alle Farben sehen und je mehr man von seiner eigenen Farbe sehen kann, desto besser angesehen ist man und desto höhere Posten kann man erreichen, aber wirklich arbeiten muß fast niemand, denn dafür hat man die Grauen, die, die gar keine Farbe erkennen können. Die Farben sind aber nicht alle gleichwertig, es gibt eine Rangordnung. Über allem stehen feste Regeln, die der große Munsell aufgestellt hat und die es zu befolgen gilt. Eddie hat einen großen Traum, er möchte Warteschlangen optimieren, aber diese neumodische Idee kommt bei der Obrigkeit nicht an, deshalb wird er in die Randzone, nach Ost-Karmin, geschickt, zum Demut üben und Stühle zählen. Sein Vater, ein Mustermann (das sind die Ärzte in diesem System), begleitet ihn dorthin, als Stellvertretung für den dortigen Arzt, den wohl der Mehltau dahin gerafft hat, die tödlichste Krankheit, die die Menschen befallen kann und leider unheilbar.

Dieses Buch hat mir so gut gefallen wie lange keines mehr. Ffordes Fantasie scheint keine Grenzen zu kennen. Die Gesellschaft, die er erschafft, ist stimmig und facettenreich beschrieben, die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz, oder aber man möchte sie spontan auf den Mond schießen. Einiges kommt einem bekannt vor, bei anderen Dingen fragt man sich, was soll das, aber alles in allem eine wunderbare Geschichte um Eddie, Jane und die Macht der Farben, bzw. der Frage: ist das der einzig richtige Weg? In seinem bisherigen Leben hat Eddie immer die Regeln befolgt und nie etwas in Frage gestellt, aber Ost-Karmin stellt seine bisherige Weltsicht komplett auf den Kopf und er muß sich entscheiden: die Regeln befolgen, oder mit Jane einen neuen Weg finden? Das alles ist realistisch und spannend beschrieben, man bekommt einen sehr guten Blick in die Lebensweise dieser kleinen Gemeinde am Rande des Reiches. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, aber das Ende bietet reichlich offene Fragen für eine Fortsetzung. Leider hat mir das Internet dazu noch nichts geliefert, aber wenn es Teil zwei gibt, bin ich sofort dabei!

Was ich im Dezember gelesen habe

Die Mondscheinbäckerin - Sarah Addison Allen, Sonja Hauser Ein Geschenk von Tiffany: Roman (German Edition) - Karen Swan, Gertrud Wittich Mummenschanz - Terry Pratchett, Andreas Brandhorst Zu bunt für Grappa: Maria Grappas 10. Fall - Gabriella Wollenhaupt Ausgeliebt: Roman (German Edition) - Dora Heldt Lords und Ladies: Ein Scheibenwelt-Roman - Terry Pratchett Die Braut sagt leider nein: Roman - Kerstin Gier Ein Wispern unter Baker Street  - Ben Aaronovitch, Christine Blum Schwarzer Mond über Soho (Peter Grant #2) - Ben Aaronovitch, Christine Blum Gleis 4: Roman (German Edition) - Franz Hohler

in der Liste fehlt noch "Die Flüsse von London"  von Ben Aaronovitch.

 

Da war ich recht fleißig. Dieses Jahr habe ich mit einem Karen Swan Buch begonnen, und fast hätte ich es geschafft, auch mit einem aufzuhören, aber „Ein Geschenk von Tiffany“ fand ich viel zu spannend, um länger dafür zu brauchen. Falls Ihr Euch wundert, wie ich so viele Bücher überhaupt immer schaffe: ich sehe kaum fern und jetzt im Winter ist auch nicht die Zeit, um im Garten was zu machen, da liege ich gerne mit einem Buch auf der Couch und lese.

 

Mein Highlight diesen Monat mal nicht Terry Pratchett, sondern Ben Aaronovitch. Schade, dass das vierte Buch noch auf sich warten läßt, die Mixtur aus Moderne und Geisterjägerei finde ich klasse und das Ganze mit einer guten Prise Humor gemixt, das ist genau mein Ding.

Die Weihnachtsgans, von Heinz Erhardt

Tiefgefroren in der Truhe
liegt die Gans aus Dänemark.
Vorläufig lässt man in Ruhe
sie in ihrem weissen Sarg.
Ohne Kopf, Hals und Gekröse
liegt sie neben dem Spinat.
Ob sie wohl ein wenig böse
ist, dass man sie schlachten tat?
Oder ist es nur zu kalt ihr,
man siehts an der Gänsehaut.
Na, sie wird bestimmt nicht alt hier
morgen wird sie aufgetaut.
Hm, welch Duft zieht aus dem Herde,
durch die ganze Wohnung dann.
Mach, dass gut der Braten werde -
Morgen kommt der Weihnachtsmann.

"So bereinigen echte Männer ihre Differenzen. Durch vernünftige Diskussion und kühles Analysieren, Als ich an der Bürotür vorbei war, furzte er, sicher als Zeichen des Respekts. "
Schwarzer Mond über Soho (Peter Grant #2) - Ben Aaronovitch, Christine Blum

Seite 163

was ich im November gelesen habe

Sauerkrautkoma (Franz Eberhofer #5) - Rita Falk Mistkerl zu verschenken: Roman - Tracy Bloom Im Café der möglichen Träume: Roman - Paola Calvetti Alles Sense: Ein Scheibenwelt-Roman - Terry Pratchett, Regina Rawlinson Heaven, Texas  - Susan Elizabeth Phillips, Inez Meyer Rollende Steine (Discworld, #16) - Terry Pratchett Schweinsgalopp: Ein Scheibenwelt-Roman - Terry Pratchett, Andreas Brandhorst

Ok, ich weiß, damit bin ich etwas spät dran, aber besser spät als nie, oder? Ich habe im November nicht ganz so viel gelesen wie sonst, aus vielerlei Gründen. Die Arbeit und eine übergroße Müdigkeit waren dran schuld. Oft bin ich nach ein paar Seiten so müde geworden, daß ich den eReader aus und die Augen zu gemacht habe.

 

Rita Falk und Sauerkrautkoma haben mir gut gefallen, aber das Buch ist ziemlich kurz geraten, wenn ich mich recht entsinne, keine 200 Seiten. Ich habe mich über das Ende geärgert und finde die Situation etwas unrealistisch, genauso wie Susies Reaktion, aber es paßt eben zu einem Eberhofer Krimi, auch wenn der Krimi immer mehr in den Hintergrund zu treten scheint.  Amüsant ist es allemal. Habt Ihr die Verfilmung von Dampfnudelblues gesehen? Sehr gut gelungen! 

 

Von den anderen Büchern möchte ich noch „Im Café der möglichen Träume“ besonders erwähnen. Die gesamte Handlung spielt an nur einem Tag, kurz vor Weihnachten, mit vielen Rückblenden aus dem Leben von zweien, die am Ende des Abends ein Paar werden. Die Sprache ist sehr schön und hat mich in ihren Bann gezogen, versucht es doch auch einmal.

 

Tja und die Scheibenwelt, die läßt mich nicht los, auch wenn ich aktuell die Welt von Constable Peter Grant in London erkunde, die ich spontan in mein Herz geschlossen habe. Terry Pratchett ist bei mir der Gewinner des Jahres, keine Frage!

"In dieser Position hätte Andrea nie einschlafen können, mit dem Kopf auf einem weißen Plastikkissen, den verschränkten Armen und dem weißen Kettchen zwischen den Fingern. Andrea schlief immer zusammengekrümmt, aber sie hatten beschlossen, wie er seinen "ewigen Schlaf" zu schlafen hatte.
Da hatten sie eine gewaltige Verantwortung auf sich genommen.
Wenn sie ihn gefragt hätten, hätte er gesagt: "Er schläft auf der Seite, zusammengekrümmt, die Arme um die Knie geschlungen. Ein Knäuel von einem Bruder.""
Im Café der möglichen Träume: Roman - Paola Calvetti

Seite 91

Ich lese gerade

Das Gesetz der Lagune
Donna Leon, Monika Elwenspoek
Das Haus bei den fünf Weiden: Roman
Liz Balfour